Honorarprofessur Georg-Christof Bertsch an der HfG Offenbach

Wir leben in einer Welt mit Kulturen,
die sich massiv unterscheiden

Intercultural Design-Projekte Grafik

Die Aufgabe

Um ein:e erfolgreiche:r Designer:in zu werden, muss man wissen, wie man kulturübergreifend führt. Man muss verstehen, wie sich Kulturen voneinander unterscheiden. Man kann leicht erkennen, welche:r Design-Manager:in aus Norwegen und welche:r aus Ägypten kommt; allein durch die Art und Weise, wie sie oder er verhandelt. Aber woher kommen diese Unterschiede? Was bedeuten sie in der Designpraxis?

Das Ergebnis

Als Unternehmensberater:innen und Hochschullehrer:innen mit jahrzehntelanger Erfahrung wagen wir zu behaupten, dass heutzutage viele Kulturen auseinanderdriften, neue Vorurteile entstehen. Gleichzeitig verschwinden viele ehemals konstituierende Unterschiede zwischen den Kulturen in rasantem Tempo. Um Designer:innen auf diese Welt vorzubereiten, gibt Georg-Christof Bertsch seit 2008 als ehrenamtlicher Honorarprofessor Kurse in interkulturellem Design an der HfG Offenbach, seit 2018 unter dem Titel „Leading across cultures“. Im Rahmen des Seminars werden dabei zahlreiche Kulturen berührt, und gleichzeitig die Designer:innen zum Führen in interkulturellen Teams befähigt.

cross knowledge driven

Einblick in die Themen

Die Welt wächst zusammen und driftet auseinander. Wie kann das sein? // Wie man in unserer globalisierten Welt überlebt - und wie man ein globales Team führt. // Wie man ein interkulturelles Team führt, motiviert und moderiert. // Soziales Design im globalen Kontext. // Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele in der interkulturellen Praxis. // Design Thinking in interkulturellen Kontexten // Globale, internationale, nationale, regionale Produkte. Was ist das? // Kulturwissenschaften, interkulturelle Studien, transkulturelle Studien // Was ist die Essenz einer Kultur? Gibt es überhaupt so etwas wie eine "nationale" Kultur? // Hat Religion einen Einfluss auf das Design-Management? // Geschäftspräsentationen aus aller Welt. Was macht den Unterschied aus? // Arbeiten in internationalen Unternehmen: wie kann man Konflikte vermeiden ? // Wie man sich auf Projekte / Geschäfte / Karrieren im Ausland vorbereitet.

Workshop mit Prof. Petra Kellner, Dr. Yvette Mutumba und Judith Hopf im Rahmen des Intercultural Design-Seminars  in der Kapelle der HfG Offenbach
Workshop mit Prof. Petra Kellner, Dr. Yvette Mutumba und Judith Block
Die Designperspektive auf Nachhaltigkeit muss die Aspekt des Ästhetischen stets mitführen.
Die Designperspektive auf Nachhaltigkeit muss die Aspekt des Ästhetischen stets mitführen. Überdies lösen wir das vermeintlich gleichberechtigte Brundtland-Dreieck von 1986 auf, indem wir sagen. Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft sind eben nicht drei gleichwertige Bezugsrahmen: Die Wirtschaft ist eine Teilfunktion der Gesellschaft und die Gesellschaft existiert nur auf Grundlage und in Rahmen der Ökologie. Dadurch werden Prioritäten gesetzt.
Modell der „Umfassenden Kompetenz in der Produktgestaltung“ © 2010 Georg-Christof Bertsch, Illustration © 2010 STANDARD RAD, Kerstin Amend
Modell der „Umfassenden Kompetenz in der Produktgestaltung“ © 2010 Georg-Christof Bertsch, Illustration © 2010 STANDARD RAD, Kerstin Amend

Literatur zum Einstieg in das Thema

ROSLING, Hans / ROSLING, Ola / ROSLING RÖNNLUND, Anna (2018): Factfulness, London: Sceptre


LEWIS, Richard D. (2018): When cultures collide. (4. erweiterte Auflage) London/Boston: Nicholas Brealey


TROMPENAARS, Fons (2012): Riding the waves of culture - Understanding diversity in global business. (3. erweiterte Auflage) London/Boston: Nicholas Brealey


LEVINE, Robert (2006): A geography of time or how every culture keep time just a little bit differently. Oxford: Oneworld Editors

BERTSCH, Georg-Christof, Design muss als politisch hoch aufgeladene Praxis gelehrt werden, pp. 412ff in: VÖCKLER, Kai, SCHWER. Thilo, Der Offenbacher Ansatz. Zu Theorie der Produktsprache. Transscript Verlag, Bielefeld, 2021

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